Update – was gibt’s Neues?

Posted by on 8. Februar 2012

Der letzte Bericht ist schon wieder eine Weile her, aber es gibt auch eigentlich gar nicht so viel zu berichten. Was ist also so los bei mir? Es ist gerade morgens um neun, ich bin also seit zweieinhalb Stunden wach und langweile mich gerade ein wenig, weil alle anderen praktisch noch schlafen, oder irgendwo arbeiten (ok, eher schlafen) und ich warte darauf, dass Jenny sich meldet und mir Infos gibt, was heute so alles zu tun sein wird. In den letzten Tagen war es wirklich angenehm wenig. In den nächsten Tagen wird es mehr, sagte Jenny gestern zu mir. Vor allem morgen werde ich um halb sechs aufstehen müssen, um dann Kinder zu einem weiteren Sport-Tag zu fahren. Ausgerechnet morgen, wo doch heute der letzte Abend von gleich mehreren Volontären ist und wir daher natürlich abends ausgehen. Ansonsten werde ich nun einfach mal drauflos schreiben …

Es herrscht große Abschiedsstimmung im Kinderheim. Viele Volontärinnen und Volontäre verlassen und, teilweise waren sie ganze Zwölf Monate hier, sodass wirklich eine Ära zu Ende geht. Gleichzeitig kommen auch einige neue Volontäre, oder eher Volontärinnen, da wir bald keine Jungen mehr haben, was vor allem das regelmäßige Fußballspielen erschwert. Am letzten Freitag hat eine große Abschiedsfeier stattgefunden, die bei einem Arbeiter von der Rezeption stattgefunden hat, der südlich von Bellville in einer Art Township lebt. Es handelt sich hierbei jedoch um ein Township, dass schon etwas weiter ist als pure Wellblechhütten. Es gibt also richtige Straßen und Häuser, die richtige Wände haben. Wirklich viel Platz haben die Bewohner jedoch nicht. Sie haben insgesamt nicht viel. Umso toller finde ich es, dass sie trotzdem einen Braai für so viele Personen ausrichten und mit ganzem Herzen dabei sind. Wir hatten wirklich eine Menge Spaß und die Leute sind einfach unglaublich offen und gut gelaunt. Ich habe den Fahrer an diesem Abend gemacht und bin somit bei den Südafrikanern auf Unverständnis gestoßen, als ich ihnen erzählt habe, dass ich daher nichts trinke. Das ist in Südafrika leider nicht üblich. Wie oft habe ich schon erlebt, dass Menschen, die den ganzen Abend bis tief in die Nacht gefeiert haben, sich danach in ihre Autos setzen und versuchen, nach Hause zu fahren, obwohl sie total betrunken sind. Nicht gut, echt nicht.
   Das letzte Mal wirklich geregnet hat es vielleicht Mitte Dezember. Seit dem hatten wir alle paar Wochen mal einen kurzen Schauer, der aber nicht der Rede wert ist, meistens in der Nacht. Sowieso befinden wir uns im heißesten Monat, am Wochenende und am Montag gingen die Temperaturen mal wieder auf vierzig Grad, wenn man dem Internet glauben kann. Jetzt ist es seit gestern deutlich angenehmer und für das Wochenende sagen sie nur etwas über zwanzig Grad an. So „kalt“ hatten wir es hier seit Ewigkeiten nicht, gewiss seit zwei Monaten. Die Volontäre, die nun nach Hause fliegen, haben schon arge Befürchtungen wegen des Winters in Europa, den wir uns hier beim besten Willen nicht einmal vorstellen können. Wer nun in die Schweiz zurückfliegt, bekommt einen Temperaturunterschied von sechzig Grad. Da habe ich es deutlich besser, wenn ich Ende August die Heimreise antrete. So, wie unser Sommer in Deutschland manchmal ist, wird es ähnlich sein wie hier im Winter.

   Jetzt werde ich noch einige Fotos hochladen, die man hier immer mal wieder macht. Die Bilder vom Sonnenuntergang und der Nacht sind nur wenige Kilometer von hier aufgenommen worden von einem Weinberg aus. Leider geben die Bilder nicht annähernd wieder, wie es wirklich aussah. Unglaublich, unbeschreiblich.
   Es gibt ein neues Album "Alltag in Durbanville", das ich nach und nach mit Bildern füllen werde sowie ein neues Bild im Driving-Album

 

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